Was sind die Symptome eines Burnouts?

Burnout kann sich anhand verschiedenster Symptome zeigen und es existieren keine einheitlichen Regelungen und Merkmale zur Orientierung, denn Burnout stellt aktuell noch kein eigenständiges Krankheitsbild aus medizinischer Sicht dar.
Die Symptome eines Burnouts können sich sowohl auf kognitiver, emotionaler und körperlicher Ebene eines Menschen zeigen, als auch sich in einem geänderten Sozialverhalten äußern.
Für Sie als Arbeitgeber bzw. Vorgesetzter kann es in der Tat relativ schwer sein, erste Anzeichen eines Burnouts bei Ihren Mitarbeitern zu erkennen. Zum einen da viele Personen zu Beginn die Symptome noch gut vor Ihrem Umfeld verbergen können bzw. selbst kaum wahrnehmen und zum anderen Sie als Außenstehender besonders in die Gefühle und Gedanken des Betroffenen selten Einblick erhalten.
Jedoch können insbesondere Merkmale wie eine überdurchschnittlich hohe Leistungsbereitschaft, starkes Engagement und ein gesteigerter Ehrgeiz im Beruf bereits im Vorfeld erste Signale einer drohenden zukünftigen Erkrankung sein. Zwar erleidet nicht jeder hochmotivierte Mitarbeiter automatisch über kurz oder lang ein Burnout, aber wissenschaftlichen Studien zeigen, dass es die besten und eifrigsten Mitarbeiter eines Unternehmens am häufigsten trifft und sie folglich die Personengruppe mit dem höchsten Erkrankungsrisiko darstellen.
Generell sollten Sie als Arbeitgeber bzw. Führungskraft auf Mitarbeiter aus dieser Kategorie speziell achten, damit Sie dem Entstehen von Burnout bestmöglich vorbeugen können.

Folgende Übersicht hilft Ihnen zu überprüfen, inwieweit Ihr einzelner Mitarbeiter bereits Anzeichen eines Burnouts zeigt.

Übersicht der Symptome

Zwar bleibt die zugrundeliegende Diagnose einer ärztlichen Krankschreibung selbstverständlich dem Unternehmen offiziell verwehrt, jedoch wird in vielen Firmen trotzdem offen über leichte Erkrankungen wie grippale Infekte und Magen-Darm-Infekte gesprochen. Versuchen Sie zu beobachten, ob sich Ihr Mitarbeiter über eines der genannten Anzeichen vermehrt äußert oder diesbezüglich auch bereits öfters im Krankenstand ist.
Auf körperlicher Ebene können sich folgende Symptome zeigen:

  • häufige Kopfschmerzen
  • häufige Erkältungen
  • Muskelverspannungen
  • Herz-Kreislauf-Probleme
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Schlafstörungen
  • Rückenschmerzen
  • Tinnitus
  • Gliederschmerzen
  • Gastritis
  • Herzrasen
  • Erschöpfung

Anzeichen eines Burnouts auf emotionaler Ebene lassen sich, wie bereits angesprochen, nur schwer als außenstehende Person erkennen. Dies gilt insbesondere für Sie als Arbeitgeber, da im beruflichen Kontext ein Großteil der Angestellten seine Emotionen generell nur kontrolliert und in Maßen zeigt (Ausnahmen wie die jährliche Weihnachtsfeier bestätigen in vielen Firmen diese Regel).
Somit wurde in der folgenden Liste darauf verzichtet Symptome zu nennen, die meist nur mittels direkter Äußerungen des jeweiligen Betroffenen dem Umfeld bekannt werden, wie z.B. das Gefühl von Hoffnungslosigkeit.

  • Reizbarkeit
  • starke Stimmungsschwankungen
  • Gefühl der Überforderung
  • Zynismus

Wie bei den Symptomen auf emotionaler Ebene ist es auch bei Anzeichen im kognitiven Bereich schwer als Arbeitgeber einen realen Einblick zu erhalten.
Somit werden Ihnen wahrscheinlich nur die folgenden drei Anzeichen auffallen:

  • Konzentrationsstörungen
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • nachlassende Kreativität

Eine negative Veränderung im Verhalten Ihres Mitarbeiters und meistens damit einhergehenden Leistungseinbußen werden Ihnen als Arbeitgeber vermutlich zuerst auffallen, da diese Anzeichen nur in einem sehr geringen Ausmaß vor der jeweiligen Führungskraft verborgen werden können.
Die häufigsten Symptome eines Burnouts, die Sie bei Ihren Angestellten bemerken können sind:

  • hohe Fehlzeiten
  • hohe Fehlerquote, vermehrt Flüchtigkeitsfehler
  • Gleichgültigkeit gegenüber etwaigen Konsequenzen verbunden mit dem Leistungsabfall
  • Aggressivität
  • Respektlosigkeit gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und/oder Kunden

Sie haben nur eines der genannten Anzeichen bei Ihrem Angestellten wiederfinden können?
Falls nur ein Symptom auf Ihren Angestellen zugetroffen hat, Sie aber dennoch ein gewisses Burnout-Risiko vermuten, sollten Sie Ihre Befürchtung zuerst für sich behalten. Nur bei Hinzukommen weiterer Symptome sollten Sie erste Schritte einleiten (s.u.).

Sie haben einige der genannten Anzeichen bei Ihrem Angestellten wiederfinden können?
Suchen Sie in einem ersten Schritt das persönliche Gespräch mit der betroffenen Person. Im Rahmen dieser vertraulichen Unterhaltung schildern Sie welche Dinge bzw. Symptome Ihnen konkret aufgefallen sind und Ihre diesbezüglichen Sorgen.
Versuchen Sie die Hintergründe zu erfragen und sichern Sie dem Mitarbeiter deutlich Ihren Rückhalt zu. Betonen Sie, dass dem Angestellten weder aktuell noch zukünftig Nachteile aus einer etwaigen Erkrankung entstehen werden und handeln Sie auch dementsprechend!
Zeigen Sie ihm Ihre Unterstützungsbereitschaft, indem Sie Optionen aufzeigen z.B. seine Arbeitsbedingungen auf Wunsch anzupassen und mögliche Stressfaktoren zu reduzieren.
Somit schaffen Sie eine vertrauensvolle Basis, die es Ihrem Angestellten erleichtert seine Symptome nicht aus karrieretechnischen Gründen für sich zu behalten, sondern diese offen zu kommunizieren. Diese Offenheit ermöglicht wiederum eine rasche proaktive Behandlung der Symptomatik und die damit verbundene Vermeidung eines Burnouts.

Sowohl aus Unternehmenssicht als auch aus Sicht des betroffenen Mitarbeiters kann es sich als vorteilhaft erweisen, zusätzlich einen neutralen Partner als professionelle Unterstützung zu haben.
Vereinbaren Sie hierfür einen persönlichen Termin bei Companion Coaching, damit die Interessen und Bedürfnisse Ihrer Firma und Ihres Angestellten optimal vertreten werden!

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