Was sind die Symptome einer Depression?

Sie fühlen sich niedergeschlagen, kraftlos und suchen Rückzugsmöglichkeiten?
Prinzipiell kennt jeder Mensch depressive Verstimmungen, da diese einen Teil unserer alltäglichen Gefühlswelt darstellen und sich oft wie folgt äußern:

 In letzter Zeit habe ich zu nichts wirklich mehr Lust. Ich will niemanden sehen und zu mehr als Aufstehen und Arbeiten kann ich mich nicht motivieren. Am liebsten würde ich den ganzen Tag im Bett liegen und meine Ruhe haben.

 

Irgendwie läuft’s gerade nicht rund… Der Job und die Kollegen nerven und mir unterlaufen richtig blöde Leichtsinnsfehler. Ich fühle mich einerseits so erschöpft und ausgelaugt, aber andererseits liege ich nachts ständig wach und kann vor lauter Gedanken in meinem Kopf nicht einschlafen.

 

Ständig plagen mich diese fiesen Rückenschmerzen. Die werde ich einfach nicht los. Dazu kommt seit kurzem dieses Gefühl von Sinnlosigkeit. Das hat doch alles keine Bedeutung was ich da tue. Egal ob daheim oder im Job. Ich bin einfach zu nichts zu gebrauchen.

 

Zwar hat jeder diese sogenannten schlechten Tage, doch welche Verstimmung ist noch „normal“ und welche stellt bereits eine Krankheit dar?
Anzeichen für Depressionen können sich auf die unterschiedlichste Weise zeigen und lassen nicht immer gleich den Rückschluss auf eine tatsächliche Erkrankung zu, da sie z.B. auch auf eine andere Ursache zurückgeführt werden können.

Um reguläre Stimmungstiefs von einer tatsächlichen depressiven Erkrankung zu unterscheiden, werden folgende Faktoren bei den auftretenden Symptomen berücksichtigt:

  • Intensität
  • Dauer
  • Anzahl
  • Qualität

Eine definitive Abgrenzung ist jedoch schwer und ergibt folglich einen fließenden Übergang zwischen gesund und krank, da eine Depression auch nicht plötzlich, sondern langsam und schleichend beginnt.
Laut der ICD-10, dem Klassifikationssystem der Weltgesundheitsorganisation, ist zur Stellung der Diagnose Depressionen durch einen Arzt das Vorliegen mindestens zwei der drei folgenden Kernsymptome über eine Zeitspanne von mehr als zwei Wochen notwendig:

  • depressive, gedrückte Stimmung
  • Interessenverlust, Freudlosigkeit
  • verminderter Antrieb, erhöhte Ermüdbarkeit

Zusätzlich zu den drei Kernsymptomen gibt es noch sieben weitere Nebensymptome, von denen auch mindestens eines für die Diagnosestellung vorhanden sein muss:

  • verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
  • vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit
  • negative Zukunftsperspektiven
  • Schlafstörungen
  • verminderter Appetit
  • Suizidgedanken, Selbstverletzungen oder Suizidhandlungen

Um Klarheit in Bezug auf Ihre Symptome und einer damit verbundenen möglichen Depression zu erhalten, ist es wichtig, dass Sie sich selbst gut über einen Zeitraum von ca. 2-3 Wochen beobachten, um festzustellen:

  • welche Anzeichen Sie konkret haben
  • inwieweit einzelne Symptome längere Zeit vorhanden sind
  • ob sich einige Anzeichen intensivieren oder schwächer werden
  • welche Symptome Sie in Ihrer Alltagskompetenz und Ihrer täglichen Routine maßgeblich einschränken

Benutzen Sie einfach folgende Liste um einen Überblick zu erhalten, welche Anzeichen Sie bei sich selbst erkennen und die auf eine Depression hindeuten können!

Übersicht der Symptome

  • häufige Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Schlafstörungen, ggf. überhöhtes Schlafbedürfnis
  • Verspannungen in Nacken und Schultern
  • Verdauungsprobleme (Durchfall, Verstopfung, Blähungen)
  • Sexuelle Funktionsstörungen (Libidoverlust, Erektionsprobleme)
  • Kreislaufbeschwerden, Schwindelgefühl
  • Appetitlosigkeit, ggf. verbunden mit Gewichtsverlust
  • Erschöpfung

  • Innere Unruhe, Rastlosigkeit
  • Gefühle von
    • Hoffnungslosigkeit
    • Minderwertigkeit
    • Schuld
    • innerer Leere
  • Verlust des Selbstvertrauens
  • fehlender Antrieb
  • Niedergeschlagenheit, Verlust von Freude
  • Reizbarkeit

  • Schwierigkeiten sich etwas zu merken
  • Störungen der Konzentration und Aufmerksamkeit
  • ständiges Grübeln ohne Lösungsfindung
  • Gedanken an Suizid (Achtung! In diesem Fall finden Sie hier Informationen zur schnellen Hilfe)

  • sozialer Rückzug von Freunden, Familie und Bekannten
  • Vernachlässigung von Hobbies
  • Interessenverlust
  • Aggressivität
  • übermäßiger Konsum von Alkohol oder anderen Rauschmitteln
  • extreme Risikofreudigkeit (Rasen, Glücksspiele)

Anzumerken ist:
Da Depressionen ein vielschichtiges Krankheitsbild darstellen

  • weist nicht jede depressive Person die gleichen Symptome auf
  • können Symptome innerhalb einer Depression abklingen bzw. neue hinzukommen
  • können Symptome auch auf eine andere Krankheit hinweisen, wie z.B. eine Stoffwechselerkrankung

Sie haben einige der Symptome bei sich wiederfinden können und sind sich nun unsicher ob Sie in der Tat unter einer Depression leiden?

 Dann machen Sie den kurzen Selbsttest Depressionen, um Ihr persönliches Risiko von Depressionen betroffen zu sein besser einschätzen zu können!

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