Wie unterscheiden sich Burnout und Depressionen voneinander?

Häufig werden die Begriffe Depression und Burnout im gleichen Kontext genannt und auch als Synonyme verwendet.
Bei vielen Menschen lösen beide Wörter automatisch gewisse gedankliche Assoziationen hervor, wobei sowohl Burnout als auch Depressionen oftmals mit Gefühlen von Erschöpfung, Lustlosigkeit und fehlendem inneren Antrieb als Leitsymptome verbunden werden. Diese Verknüpfung ist auch nicht falsch, da Burnout und Depressionen tatsächlich einige Überschneidungen bei den Symptomen aufweisen.
Auch konnte festgestellt werden, dass ein Burnout, bei Nichtbehandlung, letztendlich in eine Depression münden kann.
Folglich gibt es gewisse Zusammenhänge zwischen den beiden Krankheiten, jedoch lassen sich bei näherer Betrachtung auch eindeutige Hinweise erkennen, die eine klare Abgrenzung zwischen Burnout und Depressionen zulassen.

Was sind die Abgrenzungsmerkmale?

Depressionen lassen sich oft auf schwerwiegende immaterielle, wie der Tod eines Familienangehörigen, oder materielle Verluste, wie der finanzielle Ruin, zurückführen. Diese einschneidenden Erlebnisse konnten von der betroffenen Person leider nicht verarbeitet und überwunden werden.

Burnout hingegen ist weniger durch Verlusterlebnisse gekennzeichnet, sondern wird meist stark durch Gefühle von Dauerbelastung, Überforderung und fehlender Anerkennung in einem bestimmten Kontext oder einem klar umrissenen Umfeld hervorgerufen. Diese Symptome und Emotionen können sowohl im Beruf, als auch durch Verpflichtungen im privaten Bereich (Familie, Verein, etc.) entstehen.

Bei depressiven Menschen bestehen meist keine konkret lösbaren Probleme (wie z.B. der Tod eines Angehörigen), sondern es herrscht vielmehr ein generelles Gefühl von Niedergeschlagenheit, das sich auf alle Lebensbereiche erstreckt und nur komplexer behoben werden kann.

Bei von Burnout betroffenen Menschen sind die Probleme in der Regel konkreter und folglich leichter mittels verschiedener Strategien lösbar.

Bei Personen, die unter Depressionen leiden, kommt es vor den ersten Anzeichen einer Erkrankung, meist zu keiner auffälligen Symptomatik, da erst das negativ behaftete Erlebnis (s. Abgrenzung anhand der Ursachen) die Depression hervorruft. Gelegentlich kann aber der Umgang mit belastenden Situationen im Allgemeinen einen Rückschluss darauf geben, wie stark das Risiko für eine Depression ist.

Menschen die von Burnout betroffen sind zeigen oft bevor es zu dem Gefühl der starken Erschöpfung kommt, ein hohes Maß an Engagement, Leidenschaft und Idealismus in ihrer Tätigkeit. Hierbei handelt es sich jedoch nicht nur um die berufliche Seite, sondern auch im privaten Umfeld kann es zu diesem überdurchschnittlichen Einsatz (Familie, Freunde, Vereine, Ehrenamt…) kommen.

Bei Depressionen erstreckt sich der Leidensdruck meist auf alle Bereiche des Lebens. Sowohl beruflich als auch privat finden sich keine Tätigkeiten mehr, die noch Interesse und/oder Freude auslösen.

Bei Burnout begrenzt sich, insbesondere am Anfang der Erkrankung, das Gefühl von Abgeschlagenheit und Motivationsverlust meist auf den bestimmten Bereich (wie zum Beispiel die Arbeit), der als Auslöser für das Burnout fungiert.

Warum ist die Abgrenzung wichtig?

Für Sie als betroffene Person ist es von Bedeutung die Unterschiede zwischen den beiden Erkrankungen zu kennen, da Sie somit:

  • leichter erkennen, welches Krankheitsbild eher auf Sie zutrifft
  • wissen, welche Selbsthilfemaßnahmen am besten für Sie geeignet sind:

Selbsthilfe bei Burnout

Selbsthilfe bei Depressionen

  • das Coaching anfordern können, das optimal auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist
    Bei Depressionen liegt der Fokus des Coachings eher auf einer Aktivierung der betroffenen Person, wohingegen bei einem Burnout der Schwerpunkt auf der Regeneration und Entspannung liegt.

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