Was sind die Symptome eines Burnouts?

Es gibt eine Vielzahl an Symptomen, die sich auf unterschiedlichen Ebenen eines Menschen zeigen.
Gedankengänge wie die Folgenden sind typische Hinweise auf das baldige Entstehen bzw. das Vorliegen eines Burnouts:

Ich weiß teilweise nicht mehr wo mir der Kopf steht. So vieles was noch zu erledigen ist und die Zeit rennt mir immer davon. Aber wenn ich es nicht erledige wird es niemand machen.

 

Zuerst muss ich heute noch das Projekt für die Arbeit abschließen, dann muss ich die Kinder aus der Schule abholen, dann meine kranke Mutter im Pflegeheim besuchen, dann Abendessen kochen, die Kinder ins Bett bringen und dann noch Haushalt erledigen. Ich fühle mich so erschöpft und ausgelaugt. Aber ich muss stark sein und mich einfach mehr anstrengen, dann wird das schon wieder!

 

Ich muss alles perfekt machen. Wenn es nicht perfekt ist, ist es nichts wert.

 

Viele Betroffene haben diese Gedankengänge und finden keinen Weg, um ihrem Alltag aus täglichen Anforderungen und einer gewissen Anspruchshaltung an sich selbst gerecht zu werden. Daraus resultieren die unterschiedlichsten Symptome, die Kennzeichen eines Burnouts sein können.

Da Burnout noch kein eigenständiges Krankheitsbild im medizinischen Sinne darstellt, gibt es auch keine eindeutigen Kriterien und Richtlinien bezüglich der Symptomatik für die Diagnose Burnout, sondern nur eine Liste an Symptomen an der sich Ärzte orientieren können.
Oftmals nehmen Betroffene zuerst Anzeichen auf physischer Ebene wahr, jedoch werden diese vielfach falsch diagnostiziert, da die wahre Ursache nicht erkannt und somit unzureichend und nicht nachhaltig behandelt wird.
Im Vorfeld der ersten körperlichen Anzeichen zeigt sich bei vielen Betroffenen auch erst das Gegenstück zum Ausgebranntsein, nämlich das Brennen für etwas. Sprich es herrscht ein hohes Maß an Leistungsbereitschaft und Begeisterung, zum Beispiel für die berufliche Tätigkeit, verbunden mit hohen Ansprüchen an das eigene Handeln. Diese Ausgangslage ist aber nicht die zwingende Voraussetzung für ein Burnout und auch nicht jede Form von Enthusiasmus und hohem Einsatz in einem bestimmten Bereich führen definitiv zu einem Burnout.

Zur Konkretisierung einer etwaigen Diagnose, ist es wichtig, dass Sie Ihren Angehörigen, soweit dies möglich ist, über einen Zeitraum von ca. 2-3 Wochen gut beobachten, den Kontakt zu ihm suchen und ihn zu seiner Stimmungslage und körperlichem Befinden fragen, um festzustellen:

  • welche Anzeichen Sie konkret beobachten können
  • inwieweit einzelne Symptome längere Zeit vorhanden sind
  • ob sich einige Anzeichen intensivieren oder schwächer werden
  • in welchen Lebensbereichen Symptome abnehmen oder nicht vorhanden sind
  • welche Symptome Ihren Angehörigen in seiner Alltagskompetenz und seiner täglichen Routine maßgeblich einschränken

Was können Sie tun, falls Sie bemerken sollten, dass sich Ihr Angehöriger vor Ihnen immer weiter verschließt und auf Ihre Fragen nicht oder nur sehr ausweichend eingeht?
Versuchen Sie ihm zu verdeutlichen, dass Sie ihn keineswegs zusätzlich belasten oder ihm sogar schaden möchten, sondern nur, dass Ihnen sein Befinden wichtig ist und Sie besorgt sind.

Benutzen Sie einfach folgende Liste um einen Überblick zu erhalten, welche Anzeichen Sie bei Ihrem Angehörigen erkennen und die auf ein Burnout hindeuten können!

Übersicht der Symptome

Da Sie als außenstehende Person nicht immer leichten Einblick in die Gedanken und Gefühle Ihres Angehörigen erhalten, sind insbesonders körperliche Beschwerden für Sie von Bedeutung, um beurteilen zu können, inwieweit ein Burnout möglicherweise schon vorliegt.
Falls gesundheitliche Probleme gehäuft auftreten (z.B. grippale Infekte) oder bereits chronisch (z.B. Kopfschmerzen) sind, können diese oftmals erste eindeutige Indizien für ein Burnout sein.

  • Schmerzen
    • Kopf
    • Rücken
    • Glieder
  • Erkältungen
  • Muskelverspannungen
  • Herz-Kreislauf-Probleme / Herzrasen
  • Magen-Darm-Beschwerden / Gastritis
  • Schlafstörungen
  • Tinnitus
  • Erschöpfung

Symptome auf emotionaler Ebene zu erkennen ist in der Regel für Sie als Außenstehender relativ schwer, da diese negativen Gefühle vor allem zu Beginn einer Erkrankung gut vor dem persönlichen Umfeld versteckt oder verleugnet werden können.
Viele Betroffene möchten sich auch selbst ihre Emotionen nicht eingestehen und versuchen sie lieber solange zu verdrängen bis diese nicht mehr unterdrückt werden können.

  • diffuse Angstgefühle
  • Rastlosigkeit
  • Gereiztheit
  • starke Stimmungsschwankungen
  • Gefühl der Ausweglosigkeit
  • Gefühl von Sinnlosigkeit
  • traurige Stimmung
  • Gefühl der Überforderung
  • Depersonalisation (Gefühl „neben-sich-stehen“)

Wie bei den Symptomen auf emotionaler Ebene, ist es bei den Gedanken ebenfalls schwer als Außenstehender Hinweise auf ein Burnout zu erhalten.
Falls jedoch Ihrem Angehörigen öfter wichtige Ereignisse und Kalenderdaten (Geburtstage, Jahrestage, Feiertage) entfallen, er vermehrt Aufgaben nur zum Teil bzw. überhaupt nicht mehr erledigt oder Sie den Eindruck haben, dass er gedanklich oft abschweift, dann könnten dies in der Tat Indizien für ein Burnout sein.
Wenn Sie die Vermutung haben, Ihr Angehöriger erwägt Selbstmord zu begehen, dann sprechen Sie die Person direkt darauf an. Hierdurch wird das Risiko eines Suizids keinesfalls erhöht, sondern der Betroffene fühlt sich vielmehr wertgeschätzt, ernst genommen und oftmals erleichtert konkret über seine Situation sprechen zu können.

  • Konzentrationsstörungen
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • fortwährende gedankliche Beschäftigung mit offenen Erledigungen und Aufgaben
  • Gedanken an Suizid (Achtung! In diesem Fall finden Sie hier Informationen zur schnellen Hilfe)

Neben den körperlichen Anzeichen sind Änderungen im Sozialverhalten für Sie als Außenstehender am deutlichsten zu erkennen. Falls sich Ihr Angehöriger immer weiter von Ihnen zurückzieht, er auf Fragen zu seinem Befinden abweisend und aggressiv reagiert oder er vermehrt in der Arbeit fehlt, sind dies meist eindeutige Anzeichen eines entstehenden bzw. bereits vorhandenen Burnouts.

  • Rückzug von Freunden und Familie
  • hohe berufliche Fehlzeiten
  • Desinteresse
  • zynisches und/oder aggressives Verhalten
  • übermäßiger Konsum von Alkohol oder anderen Rauschmitteln
  • erhöhte Risikofreudigkeit (Rasen, Glücksspiele)

Anzumerken ist:
Da Burnout ein vielschichtiges Krankheitsbild darstellt

  • weist nicht jede Person mit Burnout die gleichen Symptome auf
  • können Symptome innerhalb eines Burnouts abklingen bzw. neue hinzukommen
  • können Symptome auch auf eine andere Krankheit hinweisen, wie z.B. eine Stoffwechselerkrankung

Sie haben einige der Symptome bei Ihrem Angehörigen wiederfinden können und sind sich nun unsicher ob er in der Tat unter einem Burnout leidet?

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